Stressmanagement

„Stress ist der Müll des modernen Lebens. Wir alle produzieren ihn.
Aber wenn wir ihn nicht ordentlich entsorgen, türmt er sich auf und übernimmt unser Leben.“
(Terri Guillements)

Sunset

Stress lässt sich kaum vermeiden. Im Alltag sind wir häufig konfrontiert mit den hohe Anforderungen und Erwartungen einerseits durch uns selbst und andererseits durch unsere Umwelt.
Ob in der Schule, bei der Ausbildung, im Studium, am Arbeitsplatz, durch Kolleg*innen, Vorgesetzte, die Eltern, die*den Partner*in, die Kinder, im Rahmen von Freizeitaktivitäten – nahezu in allen unseren Lebensbereichen werden wir dazu aufgerufen, Bestleistungen zu erbringen, Bedürfnisse zu erfüllen, zu funktionieren…
Nicht selten lassen wir uns davon stressen, vergessen uns selbst dabei und leiden letztlich unter den Folgen des Dauerstresses.

Dabei vergessen wir oftmals, dass Stress nicht nur negative Seiten hat. Er kann auch hilfreich oder sogar notwendig sein. Bei einer Stressreaktion werden verschiedene Hormone im Gehirn freigesetzt, die wiederum eine Ausschüttung von Hormonen (z.B. Adrenalin) im Körper verursachen. Diese helfen zunächst einmal, um mit dem Stressereignis umgehen zu können. Stehen wir beispielsweise vor einer herausfordernden Aufgabe bei der Arbeit, die wir als Stressauslöser wahrnehmen, führt eine Ausschüttung der Hormone unter anderem zu einer besseren Durchblutung und das wiederum trägt dazu bei, dass wir uns besser konzentrieren können.
Kritisch wird es erst dann, wenn zwischen den Stressphasen keine Erholungsphasen mehr stattfinden. Wir sollten also darauf achten, uns immer wieder Pausen zu nehmen, um unserem Körper die Chance zur Regeneration zu geben.

Dauerstress ohne Erholungsphasen kann dazu führen, dass die entsprechenden Stresshormone im Körper nicht mehr abgebaut werden können. Der Körper befindet sich dann in einem dauerhaften Anspannungs- und Aktivierungszustand, was auf Dauer gesundheitliche Schäden verursachen kann.
Diese Reaktion ist vergleichbar mit Akkus. Ein Akku dient zwar als Energielieferant, muss aber immer wieder aufgeladen werden.

Wichtig ist demnach, einen konstruktiven Umgang mit Stress zu finden, immer mal wieder inne zu halten, zu entspannen und sich gezielt Zeit für die eigenen Bedürfnisse zu nehmen.
Das Stressmanagementtraining kann Dich dabei unterstützen.

Der Kurs „Stressmanagement – multimodal und systemisch“ basiert auf dem Stressimpfungstraining (SIT) nach Meichenbaum und behandelt als multimodales Training die drei Komponenten des Stressgeschehens: Stressoren (also mögliche Stressauslöser), persönliche Stressverstärker sowie mögliche Stressreaktionen. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine systemische Perspektive, welche das Umfeld, in dem sich jemand befindet, sowie die Bezugspersonen, von denen jemand umgeben ist, berücksichtigt. So wird ein Zugang zu den Kontextfaktoren der Stressentstehung ermöglicht. Durch gezielte systemische Interventionen werden die Wahrnehmung und das Verständnis für die entsprechenden Situationen des Stressgeschehens erleichtert.
Ein kognitiver und systemischer Zugang zum Stressgeschehen ergänzen sich in idealer Weise und ermöglichen es, einen nachhaltigen und konstruktiven Umgang mit Stress zu erlernen.

Für wen ist das Stressmanagementtraining geeignet?
Das multimodale und systemische Stressmanagementtraining ist grundsätzlich für jede*n geeignet, die*der die Methode kennenlernen möchte, um gesundheitsbewusster mit Belastungen umzugehen und so langfristige Stressfolgen zu vermeiden.
Das Training kann auch als Präventivmaßnahme dienen, um Stress gezielt vorzubeugen.
Solltest Du dich gerade unter einer ungewöhnlich starken, akuten Stressbelastung befinden, spreche bitte im Vorfeld mit Deiner Ärztin*Deinem Arzt und bespreche mit ihr*ihm, ob das Training für Dich zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Dauer und Verlauf des Stressmanagementtrainings
Der Kurs setzt sich aus 8 Terminen á 90 Minuten zusammen und untergliedert sich in drei Phasen.
In den ersten Einheiten befinden wir uns in der Informationsphase. Hier steht die Informationsvermittlung im Vordergrund. Anschließend folgt die Trainingsphase. In dieser werden untere anderem verschiedene Übungen zur Reflexion des eigenen Verhaltens durchgeführt sowie unterschiedliche Entspannungstechniken kennengelernt. In der letzten Phase des Kurses geht es darum, einen Transfer in den Alltag herzustellen.
Im Detail hängen die Themenschwerpunkte immer von der jeweiligen Gruppenkonstellation ab und können leicht variieren.